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Pritzwalk-Vettin-Lindenberg - Stellwerk Pritzwalk

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Schmalspurbahn Pritzwalk - Vettin - Lindenberg
Die Schmalspurbahnen
 
 
     
  • Ostprignitzer Kreisbahnen
     
        
    • Kleinbahn       Kyritz–Rehfeld–Hoppenrade /–Breddin
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    • Kleinbahn Lindenberg–Pritzwalk
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    • Kleinbahn Lindenberg–Kreuzweg
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  • Westprignitzer Kreisbahnen
     
        
    • Kleinbahn Perleberg–Hoppenrade
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    • Kleinbahn Viesecke–Glöwen
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Am 15. Oktober 1897 wurde die erste Schmalspurbahnstrecke in einer Spurweite von 750 mm eröffnet, die von Perleberg nach Osten über Viesecke – Lindenberg – Rehfeld bis nach Kyritz führte. In Rehfeld mündete eine Zweigbahn von Breddin an der Berlin-Hamburger Eisenbahn ein. Die Streckenlänge betrug damals insgesamt 60 km. In Hoppenrade stießen die beiden Kleinbahnen des West- und des Ostkreises zusammen, betrieblich spielte das aber keine Rolle.
 
Eine zweite, 15 km lange Verbindung zur Berlin-Hamburger Eisenbahn wurde am 15. Juli 1900 zwischen Viesecke und Glöwen über Kreuzweg eröffnet. Im Herbst und Winter 1907/08 kam noch eine Querverbindung von Pritzwalk nach Lindenberg (19 km) hinzu, die ab 8. Januar 1908 durchgehend befahrbar war. Als man sie am 2. Juli 1912 um 10 km bis Kreuzweg verlängert hatte, war Lindenberg zu einem Knotenpunkt von Kleinbahnen geworden, die in vier Richtungen den Anschluss zu Staatsbahnstrecken herstellten.
 
Das Schmalspurbahnnetz verteilte sich auf fünf Kleinbahn-Einheiten, die jedoch unter derselben einheitlichen Betriebsführung standen wie die normalspurigen Kreisbahnstrecken. Von der Gesamtlänge der Schmalspurbahnen, die einen Umfang von 104 km erreichte, entfielen drei Bahnen mit 71 km Länge auf den Kreis Ostprignitz und zwei Bahnen von 33 km Länge auf den Kreis Westprignitz.
 
Zwischen Glöwen und Vierecke und Glöwen und Lindenberg wurde auch Normalspurwagen auf Rollböcken befördert.

 
Die Reichsbahnzeit
 
Obwohl es sich um öffentliches Eigentum handelte, wechselten die Kreis-Kleinbahnen in der Prignitz nach dem Einmarsch der Roten Armee ihren Eigentümer. Sie wurden der Generaldirektion der Provinzialbahnen Mark Brandenburg – den späteren Landesbahnen – unterstellt, von wo sie 1949 zur Deutschen Reichsbahn (DR) kamen. Diese betrieb den größten Teil des Netzes noch 15 bis 20 Jahre weiter, im Normalspurbereich sogar noch darüber hinaus.
 
Nur das kleine Streckenstück Viesecke–Kreuzweg wurde 1948 demontiert, jedoch nicht als Reparationsleistung, sondern als Basis für den schmalspurigen Wiederaufbau der nach 1945 zur Reparation abgebauten Regelspurstrecke Glöwen–Havelberg. Das übrige Schmalspurnetz endete in zwei Abschnitten: Mit dem Jahresende 1967 stellte die DR den Gesamtbetrieb zwischen Lindenberg und Glöwen ein. Die verbliebenen Strecken, nämlich Pritzwalk–Lindenberg und Perleberg–Lindenberg–Kyritz mit der Zweigbahn Rehfeld–Breddin, folgten am 31. Mai 1969.
 
1952 wurden die Rollböcke durch Rollwagen ersetzt, gleichzeitig der Rollwagenverkehr auf fast alle Strecken erweitert.
 
Bei den Normalspurbahnen begann die Stilllegung des Personenverkehrs am 26. Mai 1968 mit der Querverbindung Putlitz–Berge. Im Jahre 1975 folgte abschnittsweise die „Kreisringbahn“ und 1980 die Strecke Putlitz–Suckow, wo schon seit 1945 keine Weiterfahrt mehr nach Parchim möglich war. Auf der Strecke Pritzwalk–Putlitz wurde der Personenverkehr im Jahre 1996 durch die eigens dafür gegründete Prignitzer Eisenbahn GmbH übernommen. Zum 9. Dezember 2006 wurde der Personenverkehr zwischen Pritzwalk und Putlitz durch den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg aufgrund der Kürzungen der Mittel des Regionalisierungsgesetzes abbestellt.

 
 
Museumsbahn „Pollo“ (https://www.pollo.de/)
           
9,7  Mesendorf
                      
11,4 Klenzenhof
                          
13,7 Brünkendorf
                      
17,6 Vettin
                      
18,7 Lindenberg
                   
 
Um die Erinnerung an das umfangreiche Kleinbahnnetz in der Prignitz aufrechtzuerhalten, setzte sich der 1993 gegründete Verein Prignitzer Kleinbahnmuseum Lindenberg e. V. (PKML) das Ziel, die neun Kilometer lange Teilstrecke von Lindenberg über Brünkendorf nach Mesendorf wieder aufzubauen und langfristig für den Museumsbahnverkehr zu erhalten. Der erste Abschnitt der Museumsbahn zwischen Mesendorf und Brünkendorf wurde im Jahr 2002 fertiggestellt. Seit 2004 ist die Verlängerung der Strecke von Brünkendorf bis Vettin in Betrieb. 2007 wurde auch der abschließende Abschnitt Vettin–Lindenberg fertiggestellt; allerdings liegt der Endpunkt nun kurz vor dem ehemaligen Bahnhof.
 
In Lindenberg betreibt der Verein das Prignitzer Kleinbahnmuseum Lindenberg, zu dem ein Museumszug aus Originalfahrzeugen als Denkmal gehörte – er umfasste unter anderem die Dampflok 99 4644. Inzwischen ist dieser Denkmalzug aufgelöst – die Fahrzeuge sind nach Mesendorf gekommen. Die betriebsfähige Wiederaufarbeitung der Dampflok 99 4644 wird angestrebt (Stand 2025). Jedes Jahr um Himmelfahrt finden Dampftage statt.
 
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleinbahnen_der_Kreise_West-_und_Ostprignitz
 
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